Die spanische Fluglotsengewerkschaft USCA entschied am Dienstag in Madrid, nicht im August, mitten in der Reisesaison, in den Streik zu treten. Spanienurlauber koennen zumindest bis Anfang September aufatmen.

Mit dem Streik wollen die Fluglotsen in Spanien, die bei der staatlichen Betreibergesellschaft der Flughäfen (AENA) angestellt sind, gegen eine Entscheidung der Regierungen protestieren, die ihre Ruhezeiten verringert. Auch die Überstundenregelung soll zu Ungunsten der Beschäftigen korrigiert werden.

Bislang leistet ein Fluglotse laut Tarifvertrag im Jahr 1000 Arbeitsstunden. Einige von ihnen kommen auf bis zu 600 Überstunden und damit auf ein Jahresgehalt von 350.000 Euro. Die Zahl der Arbeitsstunden soll nun auf 1600 erhöht werden, womit sich das Jahresgehalt auf 200.000 Euro reduziert. Die Regierung in Madrid hatte das Salär der Fluglotsen angesichts des allgemeinen Sparzwangs als «nicht nachvollziehbares Privileg» bezeichnet.
Sie kündigte ferner eine Überprüfung sich offenbar häufender Krankmeldungen an.

(Francisco Calero, Sixt Sevilla)

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