Autovermieter kommerzialisieren Ride Share Initiativen in Amerika

Wer schon mal durch Los Angeles gefahren ist, kennt die besonderen Fahrspuren auf den Highways, HOVs genannt, die exklusiv für Fahrzeuge freizuhalten sind, in denen mindestens 2 Personen sitzen.

Das Konzept ist, die verstopften Straßen zu entlasten und die Umwelt zu schonen, in dem man den gemeinen Amerikaner davon überzeugt sich zusammen zu schliessen und gemeinsam zur Arbeit zu fahren und dabei davon zu profitieren nicht im Stau zu stehen, sondern auf der Sonderspur schnell voran zu kommen.
Grundsätzlich ist die Fahrgemeinschaft nichts neues für uns in Deutschland, eine Minderheit praktiziert bereits die Fahrgemeinschaft zur Arbeit. Meist sind es Kollegen innerhalb der gleichen Firma die sich zusammenschliessen oder kleine gemeinnützige Vereine versuchen Fahrgemeinschaften zu vermitteln. Anders als in den USA gibt es ausser Parkplätzen an Autobahnausfahrten keine weiteren nennenswerten Anreize, ein Carpooler zu werden.

Rideshare, ein Trend der in den USA ankommt und den jetzt auch die Autovermieter dort für sich entdeckt haben. Die komerzielle Organisation von Fahrgemeinschaften und die Bereitstellung eines 7 oder 9 Sitzer Minivans für die Fahrten zweimal am Tag, sowie die Teilabrechnung der Nutzung innerhalb der Fahrgemeinschaft, Nutzeridentifizierung (Sicherheitsaspekt), könnte ein sinnvolles Geschäftsmodell ergeben. Das Konzept der Autovermieter in Verbindung mit Vorteilen durch Städte und Gemeinden entstaubt das Konzept der Fahrgemeinschaft. Durch das professionelle Zusammenstellen der Fahrteilnehmer und eine faire und unabhängige Abrechnung und Aufteilung der Kosten der Fahrgemeinschaft sind Autovermieter bestimmt sinnvolle Partner.

Die Anschlussmobilität innerhalb der Stadt könnte dann mit CarSharing, wie von SIXTI angeboten, realisiert werden, hat man doch sein Auto irgendwo ausserhalb auf einem Park-and-Ride Parkplatz stehen.

Schreiben Sie uns einen Kommentar was Sie davon halten und in welchen Ballungsgebieten Europas so ein Konzept für Sie am ehesten Sinn machen würde oder schreiben Sie uns, wo Sie so ein Konzept vielleicht in Europa schon gesehen haben.

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2 Antworten

  1. DerIch sagt:

    Für innestädtisch halte ich ne Fahrgemeinschaft für wenig sinnvoll, denn da gibt es bereits Fahrgemeinschaften: Den Bus, oder die Bahn.

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  2. Aktiver Mobility Fahrer sagt:

    Der Weg vom eigenen Auto hin zum CarSharing ist manchmal sehr weit. Zu sehr hängen die Autofahrer an Ihren Wagen, obwohl sie sich diesen eigentlich gar nicht leisten können.

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