Noch immer ist Hoch-Zeit für Steinmarder, jene fast niedlichen Tierchen, die sich geschmeidig durch Motorenräume winden und besonders bei Autofahrern, die über keine Garage verfügen, für Unmut sorgen. Grund für ihr teilweise bissiges Vorgehen ist das mehr als ausgeprägte Revierverhalten der nachtaktiven Nager, die den Sommer über Paarungszeit haben und frei nach Geruch entscheiden, welches Auto und welcher darin befindliche Schlauch zu ihrem nächsten Opfer werden wird.

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marder Achtung Autofahrer: Marder haben noch Paarungszeit

Steinmarder in Aktion

Die hundeartigen kleinen Raubtiere sind im mitteleuropäischen Raum häufig in der Nähe von Menschen zu finden. Sie verstecken sich unter Autos und setzen dabei Duftmarken.

Und genau das riecht förmlich nach dem Problem: Denn parkt man das Auto im Revier eines anderen Marders, fühlt der sich gerne von der Note des vermeintlichen Rivalen provoziert und beginnt mit dem Einsatz seiner spitzen Zähne. Im Ergebnis werden Schläuche, Drähte, Gummi und Dämmmaterialien durchlöchert. Kühlwasser geht verloren, Bremsschläuche müssen erneuert werden und elektronische Verbindungen sind plötzlich defekt. Das wird nicht nur teuer, sondern kann vor allem auch gefährlich sein. Deshalb gilt: Vorsicht in der Paarungszeit! Am besten vor jeder längeren Strecke einen kurzen Blick in den Motorraum werfen…

Vom Klostein im Kühlerraum über mit Tierhaaren gefüllte kleine Säckchen, stinkende Pasten, Mottenkugeln oder Maschendraht – wenn es um ihre motorisierten Freunde geht, gibt es für Autofahrer keine Grenzen. Doch was schützt am besten vor den listigen Angriffen?

Eine Studie der Justus von Liebig Universität in Gießen gibt Aufschluss und unter uns:

Es ist der leichte Schlag aus der Elektrobuchse, der den Marder nachhaltig abwehrt, denn Gestank ist er beileibe gewohnt! Und Ende August ist der Spuk dann eh erstmal wieder vorbei…bis zum nächsten Mai.

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