Lost in Iceland – Teil 1
Island ist so vielfältig, wie man es erwartet, wenn man dort hinfliegt. Endlose Weite, grandiose Natur und freundliche, offene Menschen.
Zum anderen überrascht es den Ankömmling doch immer wieder mit Seiten, die man nicht sofort mit diesem Eiland in Verbindung bringt. Zum Beispiel auch fast mediterran anmutende Ecken und Sonne satt – zwar windig, aber durchaus T-Shirt tauglich.
Aber eins nach
dem anderen: Island erkundet man am besten im eigenen Mietwagen. Die Hauptziele sind hierbei locker mit einem normalen PKW zu erreichen, da das Straßennetz mittlerweile sehr gut ausgebaut ist und auch die Schotterpisten in recht gutem Zustand sind. Lediglich für Fahrten ins Innere der Insel zu den Gletschern ist ein richtiger Geländewagen (und keiner dieser halbherzigen SUV, die nur zum Posen in der Stadt taugen) unerläßlich.
In diesem Zusammenhang nochmals viele Grüße an Orri und Gudrun von Berg Car rental – seit kurzem Partner von Sixt auf Island -, die einen per Shuttlebus zur Sixt-Station brachten und mit guten Tipps über Land und Leute versorgt haben! Ich habe mich sehr wohl gefühlt und Euer Service war großartig! Willkommen in der Sixt-Family!
Unterkünfte gibt es viele – als Alternative für schnupperwillige Island-Antester wie den Verfasser eignet sich auch sehr gut ein Quartier in Reykjavik. Neben allerdings recht preisintensiven Hotels bieten sich dort gerade Appartments und Ferienwohnungen an, die meist sehr ruhig und absolut bezahlbar inmitten der Hauptstadt liegen und sich wunderbar als Basis für das legendäre Nachtleben Reykjaviks eignen. Aber auch Ferienhäuser auf dem Land sind eine traumhafte Alternative. Diese befinden sich oft malerisch an einem der vielen Seen, und man kann sich gut vorstellen, abends dort seinen selbst gefangenen Fisch auf der Teras
se zu grillen und das unvergleichliche Panorama dieser Vulkaninsel auf sich wirken zu lassen.
Wobei wir gleich beim ersten Vorurteil wären: Island sei teuer. Dies stimmt nur, wenn man Essen geht, da blättert der hungrige Gast schon mal locker mdst. 25 EUR für ein einfaches Fischgericht auf den Tisch des Hauses. Durch den mittlerweile starken Euro und die Finanzkrise auf Island ist der Kurs indes zur Zeit recht urlauberfreundlich. Im Supermarkt z
ahlt man ähnliche und oft niedrigere Preise wie hier, und fast nirgends werden erstaunlicherweise Eintritt bei den Sehenswürdigkeiten oder Parkgebühren verlangt. Das schont zusätzlich die Reisekasse. Und dass der Liter Sprit umgerechnet für ca. 1.20 EUR zu haben ist, fällt unter die Kategorie paradiesische Zustände. Nicht unwichtig zu erwähnen: islandisches Bier (Viking oder Thule) schmeckt hervorragend und kostet im Restaurant mit ca. 700 IKR erträgliche 4 EUR. Importbiere aus Deutschland sind für stolze 8 EUR zu haben…aber mal ehrlich: wer fliegt nach Island und trinkt dort dann ausländisches Bier? Maximal Leute, die auch in Italien ein “Menu Turistico” wählen mit Schnitzel und Bratkartoffeln.
Das Nachtleben von Reykjavik zu beschreiben würde hier den Rahmen sprengen – kurz gesagt: hinfliegen, es lohnt sich! Nette Leute, witzige Lokale und auf dem Nachhauseweg leuchtet nicht die Straßenlaterne den Weg, sondern das Tageslicht selbst – wird es doch um diese Jahreszeit auf Island nicht dunkel.
Dies gibt der ganzen Szenerie der Stadt einen zusätzlichen, selten zu erlebenden Reiz.
Reykjavik punktet ferner mit nordischem Charme, sauberster Luft, vielen kleinen Geschäften zum shoppen (die großen Ketten sind an einer Hand abzuzählen) sowie mehreren öfftl. Bädern mit heißen Pools, die von den Einheimischen zu Recht stark frequentiert werden. Absolut skurril mutet auch der “Thermal Beach” in der nödlichsten Hauptstadt der Welt an – hier wird an einem begrenzten Strandabschnitt des Atlantik das Meerwasser unterirdisch durch dort verlaufende Heißwasserpipelines auf 18-20 Grad aufgewärmt, so dass man baden kann und sich an der Ostsee wähnt, wäre da nicht die Außentemperatur von 12 Grad. Aber das stört weder den Isländer noch den Touristen.

Bei den Touren von Reykjavik aus bieten sich vielfältige Alternativen an, die jede Vorliebe des Reisenden abdecken. Klassisch auf den Haupttouren (bspw. Golden Circle) zu den vielen “must be” Punkten im Westen Islands bis hin zu abenteuerlichen Fahrten auf Schotterpisten, die einen in scheinbar noch unberührte Ecken führen, in denen man sich auf dem Mond wähnt. Dort schaut der staunende Reisende dann nicht schlecht, wenn in nature pools (hot pots) – gespeist durch heiße Quellen – inmitten der Lavalandschaft fernab jeder Siedlung kaum bekleidete Einheimische relaxend sitzen, oder wie aus dem Nichts plötzlich Golfer am Horizont auftauchen. Nirgends fallen so viele Golfplätze auf wie auf Island, vielleicht auch, weil man sie dort nicht unbedingt erwartet. Und auch wenn ich diesem Hobby nicht fröne – es muß fantastisch sein, in dieser ursprünglichen und archaischen Landschaft gegen den immer wehenden Wind und sein Handicap anzuspielen. (wird fortgesetzt)
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2 Kommentare zu diesem Artikel »
wunderschöne gegend. Hätte nicht gedacht, dass ich sowas auf sixt finde. Respekt schöner Blog
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