Mietwagen-Reisetipps Andalusien: Málaga – die vergessene Stadt, Teil II
Málaga will seine Innenstadt mit beträchtlichem Aufwand zum Meer hin öffnen. Der Park rund um die Festung Gibralfaro wurde Richtung Ufer verlängert. Ein breiter Marmorboulevard ist bereits entstanden, überraschend üppige, grüne Gärten riechen nach Kräutern – und können doch die sechsspurige Straße nebenan nicht ganz vergessen machen. In den meisten Fällen ist von der Promenade aus der Blick hinaus aufs Meer immer noch erfreulicher als jener Richtung Stadt.

Schön, aber von Bausünden umstellt: Málagas Stierkampfarena
Die schöne alte Stierkampfarena zum Beispiel ist nach wie vor weitgehend umstellt von Bausünden. Der Mix aus Zweckbau und historischer Schönheit zieht sich komplett durch das Zentrum. Dadurch entsteht schnell ein dominierender Eindruck: Málaga ist auf dem Sprung, muss aber noch springen. Und das braucht Zeit. Das Ziel „Kulturhauptstadt“ im Jahr 2016 könnte viel bewegen und die Stadt nachhaltig vom Image des reinen Landeplatzes für Ferienflieger in Andalusien befreien. Ecken mit großem Potenzial sind zahlreich vorhanden.
In die rege Bautätigkeit nicht einbezogen wird das wichtigste Monument der Stadt: Die riesige Kathedrale, die im Volksmund „La Manquita“, die Einarmige, heißt. Ihren Namen hat sie von ihrem unvollendeten Südturm: Kolumbus brauchte seinerzeit viel Geld für Schiffe und Expeditionen, am Turm wurde gespart. Heute wünscht sich niemand mehr eine „Turmprothese“ für die geliebte „Einarmige“. Auch wenn die Fertigstellung des zweiten Turmes seit Jahren im Gespräch ist – Málagas Volksseele würde es vermutlich nicht ertragen.

Málagas "einarmiges" Wahrzeichen
Unbedingt notwendig wäre dagegen eine Verkehrsberuhigung der zentralen Innenstadt. Ebenso könnte ein ordentlicher Platz vor der Kathedrale nicht schaden. Die vorhandene „Plaza del Obispo“ ist für die mächtige Kathedrale eindeutig zu klein geraten: Der Abstand zur Kathedrale ist nicht einmal groß genug, dass Urlauber das Monument in voller Größe auf die Chips ihrer Digitalkameras bannen können.
Insider-Tipp unserer Sixt-Mitarbeiter in Málaga:
Ein kulinarischer Anlaufpunkt in Málagas Osten ist zum Beispiel „El Tintero II“. Im Viertel El Palo direkt an den Playas del Dedo gelegen, ist das Fischrestaurant eindeutig auf große Besucheranstürme zur Hochsaison eingestellt. Obwohl das Flair auf der Terrasse eher dem einer Fischfabrik gleicht, hat El Tintero II eine Besonderheit, die vereinzelt in Andalusien anzutreffen ist: Die Kellner laufen mit großen, vollen Tabletts durch das Lokal und rufen laut, was sie gerade dabei haben. Wer Hunger hat, muss ebenso laut zurückrufen, um einen der Teller zu ergattern. Abgerechnet wird am Ende der tumultartigen „Running-Seafood-Schlacht“ je nach Größe und Form der Teller.
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1 Kommentar zu diesem Artikel »
Tolle Idee mit eurem Blog. Ausserdem sind die Reisetips nur zu empfehlen. Ich war sehr überrascht und werde demnächst mal einige eurer Tips zu Herzen nehmen. Toller Bericht über Malaga. Immer wieder eine Reise wert.
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