Marbella: Das ehemalige, afrikanahe Schmugglernest hat es zwischenzeitlich weit gebracht. Nahe an Afrika ist das Städtchen freilich immer noch, doch aus der kleinkriminellen Zusammenrottung ist eine der ersten Adressen für den internationalen Jetset geworden. In den fünfziger Jahren kam Alfonso von Hohenlohe und eröffnete den legendären „Marbella-Club” an der „Goldmeile” auf dem Weg Richtung Puerto Banús. Mit dem Club kamen Hollywoodglamour, schwerreiche Scheichs und potente osteuropäische Oligarchen. Sie alle feierten ausgelassene Partys an den schönen Stränden der südspanischen Küste. Geld spielte keine Rolle. Es ging um Luxus, Lifestyle und große Namen. In war, wer drin war. Und es sich leisten konnte.

Wo Geld ist, sind Ganoven meist nicht weit. Der leuchtende „Mythos Marbella” wurde in den vergangenen Jahren immer wieder auch mit unschönen Begriffen wie Korruption, Kriminalität oder Kapitalflucht in Verbindung gebracht. Der Luxus-Spielplatz erlebte turbulente Zeiten, die endlose Jetset-Party schien vorbei, der Geldadel wandte sich ab.

008 puerto banus jetset Mietwagen Reisetipps Andalusien: Marbella und der internationale Jetset

Puerto Banús: Einige der exklusivsten Parkplätze überhaupt.

Doch der Ruf Marbellas, das herausragende Klima und die schönen Strände waren stärker. Der internationale Jetset hat die Stadt doch nie wirklich verlassen. Wer es sich leisten kann, trifft seine Freunde immer noch im Marbella Club oder parkt seine Yacht nebenan in Puerto Banús. Die Immobilienhändler rund um die Goldmeile haben überzeugende Ideen in der Auslage, was mit 15 Millionen Euro Startkapital anzufangen wäre. Der Uhrenhändler ein paar Schritte weiter öffnet seine Türe nur exklusiv und nach vorheriger Terminvereinbarung.

Der Mythos hat ein paar Schrammen davongetragen, doch er besteht weiter. Marbella ist und bleibt eines der Top-Ziele der internationalen Schickeria. Abgesehen von der Möglichkeit, mehr oder weniger berühmte Stars zu entdecken, hat Marbella aber auch für den „ganz normalen Touristen”, für jene Menschen also, für die die Zimmerpreise im „Marbella Club” schlicht unerschwinglich sind, eine ganze Menge zu bieten. Mehr dazu demnächst an dieser Stelle in Teil 2.

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