Mietwagen-Reisetipps Andalusien: Sevilla – Liebe auf den zweiten Blick
Der erste Eindruck, wenn der Reisende per Mietwagen nach Sevilla hineinrollt, ist ernüchternd. Schön ist das zunächst nicht. Sevilla präsentiert sich eng, lieblos verbaut und mit einem deutlichen Verkehrsproblem. Aber ganz ehrlich: Jeder von uns hat doch seine ganz persönliche Traumstadt. Und welche von diesen Traumstädten kommt ganz ohne hässliche Ecken aus? Eben. Jede größere Stadt hat solche Probleme, Sevilla auch. Schnell durch (der Fahrer macht bitte nicht die Augen zu!) – denn es wird definitiv sehr bald sehr viel besser.
Die optimale Chance für den zweiten Eindruck bietet der nächste Morgen. Frisch ausgeschlafen und den Mietwagen sicher in der Tiefgarage des Hotels verstaut, kann es losgehen, die echte Schönheit Sevillas zu entdecken. Erfreulich: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt sind bequem zu Fuß erreichbar.

Die Uferpromenade Sevillas erwacht am Morgen nur zögerlich.
Zunächst fallen Orangenbäume auch an vielbefahrenen Straßen rund ums Zentrum auf, deren Früchte oft achtlos am Boden liegen. Trotzdem versprühen sie zusammen mit den Palmen im Stadtbild automatisch eine angenehme Urlaubsstimmung. Früh am Morgen erwacht die andalusische Hauptstadt nur ungern. Die meisten Geschäfte haben noch geschlossen, Kayakfahrer trainieren auf dem Rio Guadalquivir, einzelne Jogger laufen parallel auf der für die EXPO 1992 angelegten und bestens gepflegten Uferpromenade entlang. Das Urlaubsgefühl festigt sich.
Der breite C. San Cristobal ist von Palmen gesäumt, in den Büschen tauchen immer wieder Statuen von Helden der Stadt auf. Schließlich soll Herakles, der griechische Held persönlich, die Stadt der Legende nach einst gegründet haben. Ein Stück weiter, am Torre del Oro fischen Mitarbeiter von Stadtrundfahrts-Unternehmen halbherzig nach den ersten Touristen, die sich bereits früh vom Hotelbüffet lösen konnten. Das touristische Sevilla erwacht vollständig erst gegen 11 Uhr morgens. Dann öffnet zum Beispiel auch die Kathedrale ihre Portale für Besucher.
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