Mietwagen-Rundreise Andalusien: Marbellas feine Altstadt
Weiter geht es mit dem Mietwagen durch Marbella: Dass Marbella nur ein Ziel für Superreiche ist, stimmt nicht. Marbella ist vor allen Dingen einer der schönsten Orte an der Costa del Sol. Die rund 40 Meter breiten Strände sind durchweg brauchbar, die lange Promenade kann sich sehen lassen. Doch das Herz Marbellas ist eindeutig die gewachsene Altstadt.
Ihr merkt man dann doch eindeutig an, dass Geld in der Stadt ist. Sie durfte sich fein herausputzen, ohne klinisch und ungemütlich geworden zu sein, und erstrahlt jetzt wie weiße Zähne. Die verwinkelten Gassen und niedrigen Häuser rund um die Plaza de los Naranjos gehören zu den Perlen an der Sonnenküste. Üppiger Blumenschmuck an fast jedem Haus und leichter Orangenduft erfreuen die Besucher. Dass diese zahlreich kommen, verraten nicht zuletzt die mindestens viersprachigen Speisekarten vor den Eingängen der zum Teil sehr urigen und originellen Restaurants.

Flamenco in der Casa Ana Maria
Oberhalb der Piazza de los Naranjos an der Plaza Santo Cristo steht einer der ältesten, traditionsreichsten und dem Vernehmen nach auch besten Flamenco-Schuppen Andalusiens. Im Ana María wird jeden Abend ab 23:30 Uhr getanzt und musiziert, der Andrang ist groß, die Plätze begrenzt. Das Gastgeber-Ehepaar spricht weder Deutsch noch Englisch, bemüht sich aber auch mit Händen und Füßen rührend um seine Gäste.
Die Verbindung von der Altstadt zum Strand zeugt noch von jenen Zeiten, als in Marbella Geld wirklich überhaupt keine Rolle spielte. Die Avenida del Mar wurde exklusiv verziert: Nicht weniger als zehn mindestens mannshohe Originalstatuen von Salvador Dalí „begleiten“ Flaneure auf dem Weg ans Meer. So schön und beeindruckend die Prachtallee ist, so gewollt angeberisch und eine Spur deplatziert wirkt sie leider auch. Dennoch: ein genussvoller Spaziergang!

Marbella gönnt sich was: Originalstuen von Dalí
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