Energie sparen in der Küche

Kühlschranktür auf – was gibt’s denn Leckeres zu essen? Wer kennt das nicht: Man öffnet den Kühlschrank und starrt den Inhalt an. Während man die Lebensmittel betrachtet, die sich darin befinden, überlegt man worauf man eigentlich Hunger hat.

Deutsch: Der Kühlschrank Español: La nevera

Der Inhalt des Kühlschrankswird auch nach 5-minutigem Dauerstarrren nicht besser und trotzdem wird bei den Meisten die Entscheidungsfindung hinsichtlich des Essensplanung genau so getroffen – bei offener Kühlschranktür.

 

Dass man dabei jede Menge Energie verschleudert, ist den Wenigsten bewusst. Kühlschrank ist nicht gleich Kühlschrank. Wer im Haushalt Energie sparen will, kann das ganz einfach tun und muss dazu nur wissen, wo sich die Energiefresser in der Küche verstecken.

1. Der Kühlschrank

  • Alte Küchengeräte sind meist Stromfresser. Während ein Kühlschrank in den 90er Jahren durchschnittlich rund 0,84 Kilowattstunden pro Tag verbraucht hat, benötigt ein modernes Gerät der Effizienzklasse A++ nicht einmal mehr die Hälfte der Energie (ca. 0,36). Beim Neukauf eines Gerät sollte deshalb immer auf eine hohe Energieeffizenzklasse geachtet werden. Auch wenn diese Modelle vielleicht etwas teurer sind, so rechnet sich ihre Anschaffung bereits nach ein paar Jahren durch die Stromersparnis.

  • Eine Temperatur von 7° C ist absolut ausreichend zum Frischhalten von Lebensmitteln. Niedrigere Temperaturen verbrauchen mehr Strom und nutzen bei der Konservierung nicht.

  • Eine freie und funktionierende Lüftung beim Kühlschrank verhindert Hitzestau und somit auch unnötigen Energieverbrauch.

  • Ein Kühlschrank sollte niemals direkt neben dem Herd oder Backofen stehen und auch in der direkten Sonne befindet sich nicht der passende Standort für das Kühlgerät, denn auch dadurch verbraucht dieses mehr Strom.

  • Auch die Dichtungen des Kühlschranks sollten regelmäßig kontrolliert und bei porösen Stellen erneuert werden, da sonst Energie verloren geht.

2. Die Herdplatte

  • Bei herkömmlichen Elektroherden verpufft der Großteil der Energie über die Platte selbst, daher sind Kleingeräte wie eine Kaffeemaschine, ein Wasser- und ein Eierkocher sinnvolle und energiesparende Helfer, denn sie verbrauchen deutlich weniger Strom, als würde man Kaffee, Wasser oder Eier auf dem Herd zubereiten.

  • Um so wenig Energie wie nur möglich über den Herd zu verschwenden, sollte der Topf- oder Pfannenboden immer die ganze Fläche der Kochstelle einnehmen.

  • Zum Aufwärmen kleiner Portionen eignet sich eine Mikrowelle besser, da sie bei Mengen von bis zu 300 Gramm weniger Strom verbraucht als ein Elektroherd

  • Mit Glaskeramik-Platten lässt sich bereits viel Energie sparen, Induktions-Herde sind zu Zeit jedoch die optimalste Lösung, da durch die Induktionstechnik nur Wärme im Boden des Kochgeschirrs erzeugt wird.

3. Elektronische Kleingeräte

  • Während ein Eierkocher tatsächlich beim Energiesparen hilft, sind die elektrischen Varianten von Salz-und Pfefferstreuen, Dosenöffnern oder Saftpressen nicht mehr als Stromfresser

  • Auch beim Kaffeevollautomaten sollte dringen auf die Energieeffizienzklasse geachtet werden. Hierbei ist besonders wichtig dass der Automat über eine Auto-Off Funktion verfügt. Durch das regelmäßige Ausschalten des Gerätes können nicht nur zwei Drittel der durchschnittlichen Energiekosten beim Kaffeekochen eingespart werden, auch die Pumpe und Dichtungen bleiben länger in Stand.

Neue Geräte für die Küche

Energieeffizienz EU-Label

Trotz Fernseher, Spielekonsolen, PC und Co sind für rund ein Drittel des Stromverbrauchs eines privaten Haushalts große Küchengeräte, wie der Kühlschrank, Herd und Spülmaschine verantwortlich. Gleichzeitig kann man aber auch eben an dieser Stelle besonders viel Energie einsparen, wenn man sich nur ein wenig mit diesem Thema beschäftigt. Diverse Küchengeräte können Sie beim Online Shop von Preis.de erstehen.
 

Große Haushaltsgeräte tragen bereits seit 1998 ein EU-Label, an welchem man neben diversen technischen Daten auch den Stromverbrauch des Geräts ablesen kann. Dabei werden die Geräte in Energieeffizenzklassen von A – G eingeteilt. A bezeichnet dabei energieeffiziente Geräte, während die anderen Klassen absteigend bishin zu G immer größere Stromfresser darstellen. Da jedoch moderne Haushaltsgeräte deutlich energieeffizienter arbeiten, als vor 20 Jahren, wurden die Klassen um die Bezeichnungen A+, A++ und A+++ erweitert. Wer also vor dem Kauf eine Kühl- oder Gefrierschranks, oder einer Spülmaschine steht, sollte unbedingt auf die Energieeffiziensklasse achten und auch da sich nicht mit einem einfach A zufrieden geben, sondern auf die höchste Klasse A+++ zurückgreifen.

Weiter Tipps zum Energie sparen

Wer sich mit energieffizienten Geräten ausgestattet hat, kann sich sicher bei de Jahresabrechnung ordentlich einzusparen. Mit ein paar wenigen kleinen Tipps, kann man sogar noch ein paar zusätzliche Euros zur Seite legen. Das gilt nicht nur für den Haushalt, auch das Fahren eines spritfahrenden Autos trägt zum Umweltschutz bei, daran sollte man beim Entsorgen des alten Wagens denken.

  • Stand-by Geräte stets ausstecken

  • beim Kochen stets einen Deckel verwenden

  • Backofen nicht vorheizen

  • Herd und Backofen frühzeitig ausschalten, die Restwärme reicht aus um Gerichte fertig zu garen

  • Dampfgarer und Schnellkochtöpfe unterstützen nicht nur die gesunde sondern auch die energiesparsame Küche, da nicht große Wassermassen erhitzt werden, jedoch nur ein geringer Teil benötigt wird. Im Onlineshop von Preis.de finden Sie viele weitere Küchengeräte, darunter auch Dampfgarer, die bequem online bestellt werden können.

  • Kaffee nicht mit der Wärmeplatte der Kaffeemaschine warmhalten, sondern in eine Thermoskanne füllen

In fast jedem Haushalt wird Energie verschwendet, dabei ist es im Grunde spielend einfach seinen Strombedarf zu reduzieren ohne dabei überhaupt einen Finger zu rühren. Wer auf ein paar kleine Dinge achtet, wie das Kochen mit Deckel kann ab sofort im Alltag bares Geld sparen. Und wenn es dann zum Zeitpunkt des Kaufs von neuen Haushaltsgeräten kommt, sollte man ruhig mehr für ein energieeffizientes Modell ausgeben – da sich diese Investition eindeutig mehr rechnet, als wenn man beim Kaufpreis knappst und stattdessen Jahr um Jahr ein Vielfaches für Energiekosten aufwenden muss. In diesem Sinne – erst überlegen und dann den Kühlschrank öffnen!

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Heiner

Heiner Tappe arbeitet seit 2011 in der e-Sixt und hat wahrscheinlich die höchste Veröffentlichungsfrequenz. Heiner gibt viele nützliche Tipps, aber stellt auch regelmäßig günstige Angebote und neue Modelle aus unserer Mietwagenflotte vor.

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1 Antwort

  1. Andrea sagt:

    sehr guter Beitrag! Bei lesen des ersten Absatzes dachte ich sofort an mich. Wenn ich auf den Kühlschrank starre nach dem Öffnen dann suche ich bzw fällt mein Auge sofort auf die Dinge die sofort essbar sind und Zucker haben. Blödes Phänomen 🙂

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